Vanlife-Abenteuer: Südenscout Emma unterwegs im Donaubergland.

Vanlife-Abenteuer: Südenscout Emma unterwegs im Donaubergland.

„Die Schwäbische Alb ist für mich ein echtes Hidden Gem“

Gemeinsam mit unsreen Nachbarn auf der Zollernalb und in Sigmaringen hat das Donaubergland „Südenscout“ Emma Schmid zu einem besonderen Vanlife-Abenteuer auf die Schwäbische Alb eingeladen. Dabei verbrachte sie jeweils einen Tag auf der Südwestalb und entdeckte die vielfältigen Outdoor-, Genuss- und Naturerlebnisse entlang der Donau. Im Interview erzählt sie von ihrer ersten Camper-Erfahrung, besonderen Lieblingsmomenten und warum gerade das Donaubergland auf der Alb für sie ein echtes „Hidden Gem“ ist.

DBL: Du bist „Südenscout 2026“. Was genau steckt dahinter?

Emma Schmid: Die Südenscout-Aktion ist ein gemeinsames Projekt der TMBW (Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg), der teilnehmenden Regionen im Land, der Tourismusmesse CMT sowie bwegt. Als diesjähiger „Südenscout“ bin ich ausgewählt als Heimatbotschafterin für die Schwäbische Alb und berichte ein Jahr lang auf meinem Instagram-Kanal über besondere Orte, Ausflüge und Erlebnisse in der Region.

DBL: Was bedeutet dir diese Rolle persönlich?

Emma Schmid: Für mich bedeutet das vor allem, meine Heimat immer wieder neu zu entdecken. Die Schwäbische Alb ist für mich ein echtes „Hidden Gem“. Ich möchte zeigen, dass man für besondere Erlebnisse gar nicht weit reisen muss – oft liegen die schönsten Orte direkt vor der Haustür. Das Spannende ist: Selbst ich entdecke dabei ständig neue Ecken, die ich vorher noch nicht kannte.

DBL: Neben Zollernalb und Sigmaringen warst du am Pfingstwochenende als Südenscout im Donaubergland unterwegs. Wie hast du die Region erlebt?

Emma Schmid: Sehr vielfältig – und unglaublich entschleunigend. Ich durfte das Donaubergland zu Fuß, mit dem Rad, auf dem Wasser und kulinarisch kennenlernen. Besonders schön war die Kanutour auf der Donau von Hausen im Tal nach Thiergarten. Sich einfach durch diese beeindruckende Landschaft treiben zu lassen, war ein echtes Highlight.

Auch die Radtour auf dem Donauradweg von Sigmaringen über Inzigkofen bis nach Thiergarten hat mir total gefallen. Im Fürstlichen Park Inzigkofen haben wir einen Zwischenstopp eingelegt und die Teufelsbrücke sowie die Hängebrücke erkundet.

Kulinarisch bleibt mir vor allem der Gutshof Käppeler in Beuron in Erinnerung: schwäbische Spezialitäten, Vogelgezwitscher, das Plätschern der Donau – der perfekte Ort, um nach einem aktiven Vormittag kurz die Seele baumeln zu lassen. Spannend war auch der Besuch bei den Ölfreunden in Thiergarten am Deutschen Mühlentag. Dort haben wir erfahren, wie Öl und Schnaps hergestellt werden – natürlich inklusive Verkostung.

DBL: Du warst mit dem Van unterwegs. Wie war deine erste Camper-Erfahrung?

Emma Schmid: Ich spare inzwischen schon auf meinen eigenen Camper hin – das sagt wahrscheinlich alles. Ich war absolut begeistert vom Vanlife. Vor allem dann, wenn die Stellplätze so schön sind wie auf dem Campingplatz Buck im Donaubergland: tolle Aussicht, gepflegte Anlage und sogar ein Café direkt am Platz. Viel mehr braucht man eigentlich nicht.

DBL: Was hat dich am Donaubergland besonders beeindruckt?

Emma Schmid: Definitiv die Landschaft und die Ruhe. Man fährt oder läuft durch offene Felder und Wälder, kommt über eine Anhöhe – und plötzlich öffnet sich der Blick ins Donautal mit seinen Felsen, Blumenwiesen und weiten Ausblicken. Diese Ruhe hat mir total geholfen, abzuschalten und ganz im Moment anzukommen.

DBL: Wirst du wiederkommen?

Emma Schmid: Auf jeden Fall. Diesmal hat die Zeit leider nicht für eine größere Wanderung gereicht, deshalb stehen die Eichfelsen-Panorama-Tour und die Donaufelsen-Tour ganz oben auf meiner Liste. Außerdem möchte ich den Donauradweg noch weiter bis nach Tuttlingen fahren und dabei unbedingt die Donauversickerung anschauen.

DBL: Wie wichtig sind dir Outdoor-Aktivitäten allgemein?

Emma Schmid: Sehr wichtig. Die Natur ist der Ort, an dem ich am besten abschalten kann. Ich bin ein sehr aktiver Mensch und liebe es, draußen unterwegs zu sein – egal ob beim Wandern, Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Bewegung an der frischen Luft gibt mir Energie und hilft mir gleichzeitig, den Kopf frei zu bekommen.

DBL: Wie oft bist du bewusst draußen unterwegs?

Emma Schmid: Eigentlich jeden Tag. Manchmal reicht schon ein kurzer Spaziergang im Wald hinter meiner Wohnung, manchmal wird daraus eine längere Tour mit dem Rad oder zu Fuß. Besonders liebe ich den Frühling, wenn nach dem Winter alles wieder lebendig wird und man überall Vogelgezwitscher und lachende Menschen hört.

DBL: Was war deine letzte Outdoor-Aktivität?

Emma Schmid: Heute Morgen noch ein 10-Kilometer-Lauf im Wald vor der Arbeit.

DBL: Hike oder Bike?

Emma Schmid: Früher hätte ich sofort „Hike“ gesagt. Aber seit ich Anfang des Jahres das Gravelbike für mich entdeckt habe, ist es tatsächlich ein absolutes Unentschieden.