
Fabian Hohl und Corinna Knaier. © TRAILFABRIK GmbH
Donaubergland-Talk mit Fabian Hohl und Corinna Knaier
Mountainbiken ist für Fabian Hohl weit mehr als ein Hobby. Als leidenschaftlicher Mountainbiker hat er gemeinsam mit seiner Partnerin Corinna Knaier die TRAILFABRIK GmbH aufgebaut und gestaltet heute eine ganze Reihe von Trail- und Freizeitprojekten im Donaubergland und im Nachbarkreis. Im Donaubergland-Talk sprechen die beiden über ihre Leidenschaft für den Mountainbike-Sport, die Besonderheiten ihrer Heimatregion und darüber, warum sie jeden Tag mit Begeisterung an neuen Projekten arbeiten.
Für dieses Interview haben wir uns vorab auf das ‚Du‘ geeinigt.
DBL: Fabian, wer bist du und wie bist du zum Mountainbiken gekommen?
Fabian Hohl: Ich komme aus Hausen ob Verena und lebe dort gemeinsam mit meiner Partnerin Corinna Knaier. Das Mountainbiken begleitet mich eigentlich schon mein ganzes Leben. Schon als Fünfjähriger habe ich mit meinem Tigerentenfahrrad die Waldwege rund um meinen Heimatort unsicher gemacht. Für mich war das damals pure Freiheit und ein unbeschreibliches Gefühl. Diese Begeisterung für das Draußensein, die Bewegung in der Natur und das gemeinsame Erleben mit der Familie und mit Freunden hat mich bis heute nicht mehr losgelassen.
„Die TRAILFABRIK ist für uns mehr als nur Arbeit!“
DBL: Wann wurde aus dieser Leidenschaft ein Beruf?
Fabian Hohl: Bei der Realisierung des Trailparks am Zundelberg in Spaichingen entstand die Idee, selbst Trails zu planen und zu bauen. Daraus ist schließlich die TRAILFABRIK entstanden. Wir haben unser Hobby zum Beruf gemacht und dürfen jeden Tag das tun, was wir lieben.
DBL: Corinna, wie bist du in die TRAILFABRIK hineingewachsen?
Corinna Knaier: Von Anfang an war klar, dass die TRAILFABRIK für uns mehr als Arbeit ist. Zu sehen, wie aus einer Idee ein Projekt entsteht und wie viele Menschen später Freude daran haben, ist etwas ganz Besonderes.

Fabian Hohl beim Trailbau. © TRAILFABRIK GmbH
DBL: Wie sieht ein Arbeitstag bei euch aus?
Fabian Hohl: Einen klassischen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht. Jeder Tag ist anders und hängt vom Wetter ab. Mal sind wir mit Maschinen unterwegs, mal wird viel von Hand gearbeitet. Aber egal, was ansteht: Wir arbeiten draußen in der Natur. Das ist für mich ein großes Privileg. Mein Team und ich haben unglaublich viel Spaß bei der Arbeit. Wir freuen uns jeden Morgen darauf, gemeinsam etwas zu schaffen.
DBL: Ihr seid eng mit dem Donaubergland verbunden. Was macht die Region für euch besonders?
Fabian Hohl: Das Donaubergland ist meine Heimat. Die landschaftliche Vielfalt ist schon etwas Besonderes. Auf engem Raum gibt es Wacholderheiden, Wälder, die Höhen des Heubergs und die beeindruckenden Felsformationen im Donautal. Genau diese Vielfalt macht die Region auch für Mountainbikerinnen und Mountainbiker so attraktiv.
Über Meilensteine, Trails und neue Projekte
DBL: Welche Projekte waren für euch besonders prägend?
Fabian Hohl: Der Trailpark am Zundelberg in Spaichingen war definitiv ein Meilenstein. Dort haben wir zunächst ehrenamtlich mitgearbeitet und ich hatte die Bauleitung inne. Aus diesem Projekt sind viele Erfahrungen, Kontakte und letztlich auch die TRAILFABRIK entstanden.
Darüber hinaus begleiten wir Projekte in Wehingen, Rottweil, Seitingen-Oberflacht und Trossingen. Außerdem bauen wir Wanderwege und Freizeitinfrastruktur, unter anderem für die Landesgartenschau Rottweil 2028.
DBL: Was macht für dich einen richtig guten Trail aus?
Fabian Hohl: Ein guter Trail hat einen Charakter. Er ist sicher gebaut, fügt sich harmonisch in die Landschaft ein, hat keine unerwarteten oder gefährlichen Hindernisse und bietet die Option, dass man sich steigern kann. Wenn alles zusammenpasst, entsteht dieser besondere Flow, den Mountainbiker so lieben.

Fabian Hohl und Corinna Knaier beim Biken. © TRAILFABRIK GmbH
DBL: Welche Phase eines Projekts macht dir persönlich am meisten Spaß?
Fabian Hohl: Ich liebe es, neue Ideen zu entwickeln und Möglichkeiten im Gelände zu erkennen. Der schönste Moment kommt aber ganz am Ende: Wenn der Trail fertig ist und man ihn zum ersten Mal fahren kann. Das ist jedes Mal ein besonderes Gefühl.
DBL: Corinna, wie wird der Trailpark in Spaichingen heute angenommen und welche Aufgaben bleiben nach der Fertigstellung eines solchen Projekts?
Corinna Knaier: Ja, die Resonanz ist wirklich groß. Der Trailpark hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Mit Erlebnisangeboten wie dem Zundelbergrennen oder dem Girls Day stärken wir die Gemeinschaft rund um den Mountainbike-Sport am Zundelberg weiterhin. Wir kümmern uns beispielsweise um Events, Fundraising und viele organisatorische Aufgaben im Hintergrund. Dazu gehört auch das „Wasserhäusle“ am Zundelberg.
DBL: Aktuell arbeitet ihr am Trailpark in Wehingen. Worauf dürfen sich Mountainbikerinnen und Mountainbiker freuen?
Fabian Hohl: Vor allem auf ein neues Angebot für die gesamte Region. Das Gelände ist anspruchsvoll und bringt spannende Herausforderungen mit sich. Genau solche Projekte reizen uns. Wir hoffen, dass viele Menschen dadurch den Mountainbike-Sport entdecken und Freude an der Bewegung in der Natur finden.
Tipps fürs Donaubergland
DBL: Welchen Tipp hast du für alle, die das Donaubergland erstmals auf zwei Rädern erkunden möchten?
Fabian Hohl: Mit dem Gravelbike bieten sich das Klippeneck bei Spaichingen oder der „Alte Berg“ bei Böttingen an. Wer mit dem Downhill Bike unterwegs ist, sollte sich den „Black Dog“-Trail im Trailpark Zundelberg nicht entgehen lassen.
DBL: Zum Abschluss: Das Donaubergland in drei Worten?
Fabian Hohl: Heimat. Naturnah. Abwechslungsreich.