Erwin Ulmer über sein neues Buch "111 Orte im Donaubergland".

Erwin Ulmer über sein neues Buch „111 Orte im Donaubergland“.

Ein Gespräch mit Buchautor Erwin Ulmer

Mit seinem neuen Buch „111 Orte im Donaubergland“ lädt Erwin Ulmer dazu ein, eine Region neu zu entdecken, die er seit über 50 Jahren kennt und liebt. Zwischen Oberem Donautal, Heuberg und Baar führt er zu überraschenden, oft unbekannten Orten. Im Gespräch berichtet der Autor, wie das Buch entstanden ist, was das Donaubergland so besonders macht und welche Orte ihm persönlich am meisten bedeuten.

DBL: Herr Ulmer, möchten Sie sich kurz vorstellen?

Erwin Ulmer: Ich lebe mittlerweile seit über 50 Jahren im Donaubergland und habe die Region sehr intensiv kennengelernt. Das geschah oft ganz nebenbei, weil ich mit meinen damals kleinen Kindern keine großen Strecken fahren wollte. So habe ich viele Orte entdeckt, die mir bis heute wichtig sind.

DBL: Warum ein Buch über „111 Orte im Donaubergland“?

Erwin Ulmer: Eigentlich hatte ich nicht vor, noch einmal ein Buch für die „111 Orte“-Reihe im Emons Verlag zu schreiben. Als der Verlag mich fragte, ob ich das vor elf Jahren erschienene Buch über die Obere Donau überarbeiten würde, entstand die Idee, daraus etwas Neues zu machen: ein Buch über das gesamte Donaubergland – von der Oberen Donau über den Heuberg bis zur Baar.

DBL: Was macht diese Region besonders?

Erwin Ulmer: Es ist die Mischung aus Natur und Kultur. Einerseits die vielfältige Natur mit ihren mächtigen Felsen und ihrer seltenen Flora, andererseits begegnet man hier einer vielfältigen, jahrtausendealten Kultur.

DBL: Wie haben Sie die 111 Orte ausgewählt?

Erwin Ulmer: Die Redaktion hat mich ermuntert, nicht die klassischen touristischen Highlights zu beschreiben, sondern nach besonderen und auch skurrilen Orten zu suchen. Ein Beispiel ist die Kirche Mariä Himmelfahrt in Egesheim. Außergewöhnlich ist dort das Deckengemälde über dem Hochaltar, auf dem der Heilige Geist als schöner Jüngling dargestellt wird – etwas, das eigentlich schon zur Entstehungszeit nicht zulässig war.

DBL: Was war die größte Herausforderung?

Erwin Ulmer: Tatsächlich gab es gleich zwei große Herausforderungen. Jeder Text musste exakt 1.850 Zeichen umfassen und durfte nur minimal davon abweichen. Außerdem mussten alle Fotos im Hochformat aufgenommen werden.

Überraschende Entdeckungen und persönliche Favoriten

DBL: Gab es Orte oder Sehenswürdigkeiten, die Sie überrascht haben?

Erwin Ulmer: Ja, besonders der Amalienfelsen bei Inzigkofen hat mich beeindruckt. Das Leben der Fürstin Amalie von Hohenzollern ist spannender als mancher erfundene Roman. Auch die Geschichte der heiligen Kumerana (Ort Nr. 17 im Buch), die wie Christus ans Kreuz genagelt dargestellt wird, gehört zu den außergewöhnlichen Entdeckungen.

DBL: Haben Sie persönliche Favoriten?

Erwin Ulmer: Mein persönlicher Favorit ist das Donaukrokodil (Nr. 38 im Buch). Mein Lieblingsmuseum ist die Alraune in Beuron (Nr. 3). Beide Orte zeigen auf ihre Weise, wie außergewöhnlich und vielfältig die Region ist.

Ein neuer Blick auf das Donaubergland

DBL: Hat sich Ihr Blick auf die Region verändert?

Erwin Ulmer: Ja, durch die intensive Beschäftigung mit den Orten habe ich unsere Gegend noch viel mehr schätzen gelernt.

DBL: Was wünschen Sie sich, wenn Leserinnen und Leser das Buch zuklappen?

Erwin Ulmer: Ich wünsche mir, dass sie bei ihrer nächsten Urlaubsplanung den Reiseprospekt einmal zur Seite legen und stattdessen mein Buch wieder zur Hand nehmen.

DBL: Und welchen Ort würden Sie einem Freund zeigen, der nur einen Tag Zeit hat?

Erwin Ulmer: Da gäbe es keine Diskussion – eindeutig Beuron.

Hinweis: Die genannten Nummern beziehen sich auf die jeweiligen Orte im Buch „111 Orte im Donaubergland“.

Jetzt erhältlich

Das Buch erscheint in der „111 Orte“-Reihe des Emons Verlags. Erhältlich ist es im Buchhandel sowie online über den Emons Verlag und die üblichen Buchshops.