Das Gemeinschaftsprojekt „Klangweg Trossingen“

Sie darf sich mit Fug und Recht Musikstadt nennen, die Stadt Trossingen auf der Baar zwischen Donau und Neckar im Donaubergland. Weltbekannt ist sie als Sitz der Firma Hohner und als Weltzentrum der Harmonikas, mit Staatlicher Hochschule für Musik und weiteren renommierten musikwissenschaftlichen und musikpädagogischen Einrichtungen sowie einem ganzjährig hochkarätigen Musikkulturprogramm.

Gemeinsam mit der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen und der Stadt Trossingen wird am Stadtrand ein Rundweg im Wald entwickelt, der die Gäste künftig auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Töne und Klänge in der Natur einladen wird. Klanginstallationen sollen zum Ausprobieren, Lauschen und Zuhören anregen.

Studierende zweier Fachbereiche der Musikhochschule haben im vergangenen Wintersemester gemeinsam mit ihren Lehrenden, den Professoren Thomas Busch und Sven Daigger sowie Andreas Brand, eine Dramaturgie für den Klangweg und Ideen für gut ein Dutzend origineller Klanginstallationen entlang des projektierten Weges entwickelt.

Die Ausgangslage

Die erste Idee zu einem „Klangpfad“ oder „Klangwald“ in Trossingen entwickelte Familie Hermann vom Klavierhaus Hermann in Trossingen. Der Anstoß ergab sich aus dem traurigen Anlass des plötzlichen Todes des Klavierexperten und Chef des Familienunternehmens Anton Hermann. Die Trauerspenden wurden dabei als Grundstock für ein solches Projekt zurückgelegt. Zugleich bat die Familie die Donaubergland GmbH sowie die Stadt Trossingen um Unterstützung bei der Umsetzung dieses Projektes. Vor allem die großzügige Spende des Rotary Club Tuttlingen und der einstimmige Beschluss des Gemeinderats der Stadt eröffneten den Weg zur Realisierung.

Grafische Darstellung und Text in grün zum Projekt Klangweg Trossingen

Die Konzeption

In Zusammenarbeit mit dem Revierleiter des städtischen Forstamtes Klaus Butschle wurde eine Trasse für einen rund fünf Kilometer langen Rundweg im städtischen Wald bei Freizeitgelände „Gauger“ festgelegt und vorbereitet.

Die Aufgabe für die Studierenden der Musikhochschule bestand und besteht nun darin, Ideen für ein gutes Dutzend attraktiver Klanginstallationen zu entwickeln und dabei die natürlichen Gegebenheiten vor Ort bestmöglich miteinzubeziehen und zu nutzen. Es dürften am Ende Kombinationen aus „analogen“ Klanginstallationen, bei den man Klänge vor Ort erzeugen kann, und digitalen Klängen sein, die vor Ort über QR-Codes an passenden Stellen abgerufen werden können.

So könnte es beispielsweise unter anderem eine „Trossinger Baumleier“, eine kleine Murmelbahn, ein Klangschaukel, ein Hör-Stele mit speziellen Kompositionen der Studierenden oder auch eine Akkordeon-Wippe bis hin zu einfachen Klangerzeugungen geben.

Bei mehreren Begehungen der Beteiligten wurden die Überlegungen und Ideen Schritt für Schritt konkretisiert. Was davon nun ganz konkret umgesetzt werden kann, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.

Was passiert aktuell?

Die originellen Ideen und Installationsentwürfe aus diesem studentischen Projekt werden aktuell mit Experten auf ihre technische und finanzielle Umsetzbarkeit geprüft. Danach werden sie nochmals konkretisiert und zur Herstellung und Installation ausgeschrieben.

Zugleich gilt es in enger Abstimmung mit den verschiedenen zuständigen Behörden (Natur- und Umweltschutz, Baurecht, Forst, TÜV etc.) einerseits die geeigneten Standorte am Weg festzulegen und die unterschiedlichen Vorgaben für die Genehmigungen

Projektpartner Projekt Klangweg Trossingen

Das Teilprojekt „Klangweg Trossingen“ wird von der Donaubergland GmbH im Auftrag der Stadt Trossingen zusammen mit der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen und dem Klavierhaus Hermann in Trossingen umgesetzt.

Spender Projekt Klangweg Trossingen

Das Teilprojekt „Klangweg Trossingen“ wird großzügig durch Spenden des Rotary Club Tuttlingen, des Klavierhaus Hermann, Trossingen, und des Rotary Club Thann-Cernay (Elsass, FR) gefördert. Herzlichen Dank!

Das Projekt „Donaubergland HörBar“

Wie kann man Landschaften wie die Schwäbische Alb hörbar machen? Gibt es typische Klänge, Töne und eine besondere Sprache in einer Urlaubsregion? Welche Geschichten haben die Menschen vor Ort zu erzählen?

Unser Projekt Donaubergland HörBar setzt sich aus unterschiedlichen Elementen zusammen.

Blaugrüne Grafk mit symbolischen Tönen und blauer SSchrift Titel Hörbar
  • Landgeschichten
    Geschichten, Töne und Geräusche aus dem Donaubergland
  • Unterweltsounds
    Die Donauversickerung hörbar machen
  • Klangweg Trossingen
    Ein Rundweg für die ganze Familie
  • „Sagr bloß! – Der Schwäbische Alb-Podcast
    Ein neuer Podcast in Zusammenarbeit mit dem Schwäbiche Alb Tourismusverband und dem Magazin „Alblust“ mit Menschen und Geschichten von der Schwäbischen Alb

Die weiteren Teilprojekte

Das Donaubergland hören.

Grafische Darstellung und Text zum Projekt Landgeschichten im Donaubergland

In unserer „Donaubergland-HörBar“ erzählen wir Geschichten von Land und Leuten. Hier werden Menschen zu Wort kommen, die von ihrer Heimat berichten, besondere „Künste“ vorstellen und erklären, was aus ihrer Sicht die Region ausmacht. So werden dann immer mehr Geschichten, Töne und Klänge aus dem Donaubergland zusammenkommen, die die Region lebending werden lassen.

Grafik mit Text zu Tönen aus dem Untergrund der Donauversickerung

Das ist unterirdisch! Die Donau macht zwischen Immendingen und Fridingen im Donaubergland etwas weltweit Einzigartiges: Sie fließt in zwei Weltmeere, oberirdisch ins Schwarze Meer, unterirdisch gleichzeitig in den Bodensee und mit dem Rhein in die Nordsee. Hier geschieht Vieles im Untergrund. Mit Hörstationen sollen die einzigartigen verborgenen Vorgänge und ihre Geschichten ans Licht gebracht werden.

Logo des Podcasts albsounds mit Grafik und grüner Schrift

Jede bedeutende Tourismusregion hat mittlerweile ihren eigenen Podcast. Im Rahmen dieses Projektes ensteht deshalb auch ein neuer Tourismus-Podcast von Donaubergland und Schwäbische Alb Tourismus für die gesamte Schwäbische Alb. Dieser startet noch im Juni 2026 mit den ersten Folgen. Alle zwei Wochen gibt es dann freitags eine neue Folge.
Wir freuen uns, dass es gelungen ist, das Team des Magazins „Alblust“ aus dem Verlag des Reutlinger Generalanzeigers für die gemeinsame Moderation und Redaktion mit ins Boot zu holen. Es wird eine spannende gemeinsame Audio-Reise.

Förderung

Das Gesamtprojekt „Donaubergland HörBar“ wird gefördert durch den Schwäbische Alb Tourismusverband e. V. aus Mitteln des Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.

grün-weißes Symbol mit Schriftzug Ein Stück Schwäbische Alb!

Wie geht’s weiter?

Die einzelnen Projekte werden parallel im Laufe dieses Jahres umgesetzt und Schritt für Schritt veröffentlicht.