Rundweg zur Wellingtonie

Schöne Familien-Tour zum Riesenmammutbaum bei Tuttlingen

Schwierigkeit
Sehr leicht
Länge
4,6 km
Dauer
ca. 1:20 h

„Mann, ist der dick…“ möchte man spontan ausrufen, wenn man den Riesenbaum zum ersten Mal sieht. Die Stadt Tuttlingen ziert ein ganz außergewöhnliches Naturdenkmal, das man hier gar nicht erwartet – vor allem wenn man sich in der Geschichte Tuttlingens nicht so auskennt. Mitten im Wald im Gewann Hardt oberhalb von Tuttlingen in Richtung Neuhausen ob Eck auf einer größeren Lichtung steht ein Riesenmammutbaum. Über 150 Jahre ist dieser Baum alt und 48 Meter hoch, und damit einer der höchsten dieser Riesen in Deutschland. Und noch ein Superlativ: Auf der Liste der dicksten und höchsten Mammutbäume in Deutschland kann die Tuttlinger „Wellingtonie“, wie der Riesenmammutbaum im Volksmund auch genannt wird, zudem mit dem höchsten Standort von allen auf 839 M ü. N. punkten.

Aber wie kommt ein Riesenmammutbaum, dessen Heimat ja Nordamerika, vor allem Kalifornien ist, nach Tuttlingen? Und das im 19. Jahrhundert? Ganz einfach: Der König von Württemberg ist schuld. Denn Tuttlingen gehörte zu dieser Zeit noch zum Königreich Württemberg und König Wilhelm I. hatte sich als Naturliebhaber im Jahr 1854 eine Lieferung Samen dieses beeindruckenden Baumriesen aus Amerika schicken und in der „Wilhelma“ Bäume davon ziehen lassen. Da es am Ende so viele waren, weil die Lieferung aus Amerika wegen eines Missverständnisses so groß war, ließ er diese an vielen Orten im ganzen Königreich ausbringen. So wurde im Jahr 1866 auch bei Tuttlingen einer dieser Riesenbäume angepflanzt. Da steht er nun heute noch als ein Zeugnis aus Königs Zeiten. Was Natur doch so alles überlebt…

Die Stadt Tuttlingen hat im Jahr 2016 an dieses Jubiläum erinnert und bietet einen kleinen Rundweg dahin an.  Vom Wanderparkplatz an der alten B 311 nach Neuhausen ob Eck aus lädt er gerade Familien zu einem Waldspaziergang ein und ist auch von Kindern gut zu bewältigen. Und was gibt es Spannenderes als dabei von Königen und Waldriesen zu erzählen und dann vor Ort den Baumriesen zu umarmen. Da braucht es schon fast eine Großfamilie oder viele Kinder um den gemeinsam umfassen zu können.

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