Bärenthaler Wasserfall

Eine kleine, aber feine Wanderrunde, speziell für Familien

Schwierigkeit
Sehr leicht
Länge
3,5 km
Dauer
ca. 1 h
Aufstieg
30 m
Abstieg
30 m
Höchster Punkt
691 m. ü. M.
Niedrigster Punkt
661 m. ü. M.

Infos zur Tour

Bärenthal mag mit knapp 500 Einwohnern die kleinste Gemeinde im Landkreis Tuttlingen sein, hat jedoch landschaftlich, geologisch und auch kulturell enorm viel zu bieten. Bekannt ist der Ortsteil Gnadenweiler mit seiner Kapelle und dem Café Kapellenblick sowie den schönen naturnahen Höhenwanderwegen zwischen Schwenningen und Irndorf.
Nicht weniger reizvolle Ziele lassen sich im Tal entdecken. So führt ein abwechslungsreicher Rundweg für Familien gleich am Ortsende vom Wanderparkplatz an der Straße zu typischen Besonderheiten des Karstgebirges der Schwäbischen Alb.

Unter dem Motto „Wasser und Kalk“ reihen sich rechts des Flusses Bära ein kleiner Wasserfall (vor allem nach Regelfällen), eine Quelle, eine kleine Höhle und ein einzigartiger Tuffsteinbruch aneinander.

Tipp:
Am eindrucksvollsten ist der Bärenthaler Wasserfall an Tagen nach stärkeren Regenfällen zu bewundern. Bei längerer Trockenheit kann es schon mal passieren, dass kaum oder kein Wasser fließt – es ist halt „Alb“.

Aus Tuffstein sind in der Region mehrere markante Gebäude gemauert, darunter das Bärenthaler Pfarrhaus, einige Bahnhöfe entlang der Donautalbahn oder die Spaichinger Stadtkirche. Dieser Baustoff, der so ganz anders aussieht als „gewöhnlicher“ Kalkstein, stammte meist aus dem großen Tuffsteinsteinbruch bei Bärenthal. Hier spielte der Tuffsteinabbau eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. So beschäftigte die Bärenthaler Baufirma Beck in den 1930er Jahren mehr als 30 Arbeiter, die Tuff abbauten und herrichteten.

Kalktuff, nicht zu verwechseln mit vulkanisch entstandenem Tuff, bildet sich unter bestimmten klimatischen und geologischen Bedingungen am Rande von Karstgebieten wie eben der Schwäbischen Alb. Er entsteht in ähnlichen Prozessen wie die Tropfsteine in Höhlen. Im bergfeuchten, weichen Zustand kann das Gestein sehr gut abgesägt und zugeschnitten werden. Anschließend härtet es aus und ist so ein hochwertiges  Baumaterial, witterungsbeständig, abriebfest und isolierend.

Der Weg ist für eine Wanderung auch mit Kindern gut geeignet, allerdings nicht für Wanderungen oder Spaziergänge mit Kinderwagen.
Bitte auf dem Weg bleiben.

Orientierung

Der mit dem orangefarbenen „AlbBär“, gelbem Kreis und grüner Beschilderung gekennzeichnete Rundweg verspricht eine spannende Spurensuche vor allem gemeinsam mit Kindern. Der Weg ist allerdings nicht ganz so perfekt ausgeschildert wie ein Premium- oder Qualitätsweg. Die Karte mitzunehmenkann hilfreich sein.

Die Route ohne große Höhenunterschiede ist leicht zu begehen und wurde durch den Schwäbischen Albverein Bärenthal als Familienweg aufgewertet. Kleine Spielstationen und Infotafeln sorgen zusätzlich für etwas Spaß und vermitteln Wissenswertes rund um die Natur

Einkehrmöglichkiten: Café Kapellenblick, Gnadenweiler und die Gastronomie in Fridingen, wie z. B. Hotel-Gasthof Sonne und Berghaus Knopmacher

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