Aktueller Tipp: Rundweg „Roter Bär“

Wunderbare Rundwanderung um Bärenthal und Gnadenweiler

Schwierigkeit
Mittel
Länge
9,2 km
Dauer
ca. 2:50 h
Aufstieg
230 m
Abstieg
230 m
Höchster Punkt
889 m. ü. M.
Niedrigster Punkt
663 m. ü. M.

Auf dieser Tour, die als Runde unter dem Symbol des roten Bären sich gut als angenehme Nachmittagstour unternehmen lässt, kann man mit offenen Augen auf eine ganze Reihe dieser „Bärenthaler Kleinode“ treffen. Die Runde beginnt im Tal an der Bära am Ortsrand auf einem der Parkplätze an der L440.

Vom Parkplatz bei Sportplatz aus geht es mitten in den Ort, vom Parkplatz an der Kurve aus muss man ebenfalls die L 440 überqueren und direkt in die Ortsmitte gehen.
Am Rathaus triift man auf ein Zeugnis für die Bedeutung des Bärenthaler Tuffsteinvorkommen im großen Tuffsteinsteinbruch. Vom Gasthaus in der Ortsmitte aus geht es stetig entlang der Straße nach Gnadenweiler aufwärts, bis zu ersten Haarnadelkurve.
Dort geht es geradeaus auf das einrdurkcsvolle Felsental zu in Richtung „Näherinnenfels“, dem „Felsentor“. Hier lohnt sich ein kurzer Abstecher rechts aufwärts zu den weiteren  beeindruckenden Felsformationen.

Unser Rundweg führt am „Näherinnenfels“ weiter geradeaus aufwärts bis zum Weiler „Gnadenweiler“. Wer will, kann oberhalb des „Näherinnenfels“ im Taleinschnitt noch nach links abbiegen und dem Rundweg „Grüner Bär“ zum Kreuzfelsen und zur Kapelle Maria – Mutter Euorpas“ folgen. Im Weiler Gnadenweiler trifft die Runde dann nach dem Café Kapellenblick an der „Hauptkreuzung wieder auf den Rundweg „Roter Bär“
Der Weg veräuft im Weiler nun noch etwas aufwärts an den Höfen vorbei, danach geht es links weg entlang des Truppenübungsgeländes.
Man erreicht nach einiger Zeit den „Vogelbühl“, von wo sich bei entsprechender Wetterlage bei einem kleinen Abstecher, ein überraschend weitschweifiger Alpenblick genießen lässt.
Unweit davon tverläuft der Wanderweg durch ein Waldstück, wo auf einer Hochfläche über dem Bäratal bis zu Beginn der 1960er Jahre das ehemalige fürstliche Jagdhaus „Karlswahl“ stand. Die Wahl des Standortes unterstriecht die Beliebtheit des gesamten Ortes beim Hohenzollerischen Adel im 19. Jahrhundert

Dort nach links abbiegen. Nach wenigen Metern erfolgt der Abstieg auf einem Zick-Zack-Weg ins Tal. Bei Nässe kann es hier rutschig sein. Im Tal überquert man die Hauptstraße in Richtung „Schlösslemühle Ensisheim“. Vorbei an der Mühle und über die Bära, zweigt der Weg nach links ab und führt dann an der Bära entlang zurück durch das Tal bis zum Ausgangspunkt.

Es wartet – auf den ersten Blick - nicht so sehr mit spektakulärem Aussichten auf, das Bäratal, wie etwa das benachbarte Durchbruchstal der Donau, aber es bietet eine Vielzahl an wunderbaren Kleinodien an Naturschönheiten und Landschaftsformationen, an unerwarteten Ausblicken und an kulturgeschichtlichen Zeugnissen.
Die kleine Gemeinde Bärenthal ist zwar die kleinste im Landkreis Tuttlingen, ragt aber durchaus als Erholungsraum heraus, hat sie doch in ihrem Umfeld eine ganze Reihe solche Kleinode zu bieten, die man bei Wanderungen auf verschiedenen örtlichen Rundwegen entdecken kann.

Der Weiler Gnadenweiler, der zu Bärenthal gehört, erhielt seinen Namen aufgrund der „Gnade“ des damaligen Grundherrn, des Fürsten von Hohenzollern, der im 19. Jahrhundert das karge Land auf der Hochfläche einigen Bärenthaler Bürgern „gnadenhalber“ zur Bewirtschaftung überließ. In den letzten Jahren ist die Kapelle „Maria – Mutter Europas“  ein vielbesuchtes Ausflugsziel auf der Gnadenweiler Hochfläche geworden. Verbunden mit einer Einkehr im benachbarten Café Kapellenblick ergibt dies für viele Besucherinnen und Besucher häufig das Programm für einen gelungenen Nachmittagsausflug. Natürlich kann die Tour auf der Spur des roten Bären auch hier oben gestartet und beendet werden.

Das Leben für die Bewohnerinnen und Bewohner des Weilers war hart, das Wasser war knapp und der Boden steinig. In mühseliger Arbeit mussten die Steine beiseite geräumt werden, um den Boden zu bewirtschaften. Davon zeugen noch heute die vielen Steinriegel (oder auch Lesesteinhaufen genannt), die durch das Auftürmen der Steine am Feldrand entstanden und heute ein wertvoller Lebensraum für Insekten, Reptilien und Kleinsäuger sind.

Das Wasser mussten die Gnadenweiler Familien zu Fuß aus dem Tal nach oben tragen, das Korn musste andererseits zum Mahlen hinunter ins Tal getragen oder mit Karren gefahren werden. Die Mühle an der Bära, die 900 Jahre alte „Schlösslemühle Ensisheim“, war bis in die 1960er Jahre in Betrieb. Bis 2013 wurde sie durch das Engagement der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins einige Jahre immer am Mühlentag für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute steht sie unter Denkmalschutz und befindet sich in Privatbesitz.

Orientierung:
Die Tour ist (meist) mit dem rötlichen Symbol für den "Roten Bären" gekennzeichnet. An den meisten Kreizungen ist der Rundweg mit dem grünen Richtungsweiser und dem entsprechenden Symbol ausgezeichnet. Zwischendurch signailsiert auch der gelbe Kreis auf weißem Markeirungsschild als Symbol für die örtlichen Wanderwege, dass man sich noch auf dem Wanderweg befindet.




Gute, stablie Wanderschuhe mit griffiger Sohle. Beim Abstieg ins Tal können Wanderstöcke hilfreich sein und Sicherheit geben.

Einkehrmöglichkeiten:
- Gasthaus Lieblingsküche in der Ortsmitte von Bärenthal
- Café Kapellenblick auf Gnadenweiler

Auf der L 440 von Fridingen im Donautal direkt nach Bärenthal und von Tübingen/Balingen/Albstadt aus durchs Bäratal über Nusplingen.

Mit dem Zug durch das Donautal bis Fridingen (Strecke Ulm - Donaueschingen) und von dort weiter mit dem Bus Linie 315 nach Bärenthal, Haltestelle Rathaus.

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