Rundweg Donautal

Aussichtsreiche Rundwanderung hoch über dem Donautal

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Schwierigkeit
Mittel
Länge
11 km
Dauer
ca. 3 h
Aufstieg
169 m
Abstieg
164 m
Höchster Punkt
855 m. ü. M.
Niedrigster Punkt
766 m. ü. M.

Zu Schloss Werenwag

Wer kennt es nicht, Schloss Werenwag, das wie ein Märchenschloss auf einem Felssporn hoch über dem Donautal bei Hausen im Tal thront? Meist wird es bei der Durchfahrt durchs Tal oder von gegenüberliegenden Aussichtsfelsen bestaunt. Man kann aber auch zu Fuß dahin gelangen und das sogar auf einer relativ leichten Wanderung ohne großen Aufstieg aus dem Tal. Dafür startet man auf der Hochfläche in der Gemeinde Schwenningen auf dem Heuberg und geht geradewegs, teils durch eine schöne Allee, vorbei an einem Wildgehege vor bis zur Talkante zum Schloss.

Das Schloss geht vermutlich wie viele dieser Burgen und Schlösser im Oberen Donautal auf eine Burg aus dem 11. Jahrhundert zurück. Die Herren von Werenwag spielten als Dienstmannen der Hohenberger und der Habsburger im Spätmittelalter eine ziemlich bedeutende Rolle. Bekannt geworden ist  vor allem auch der Minnesänger Hug von Werenwag. Im Jahr 1629 kam das Schloss in Besitz der Fürsten von Fürstenberg, die vor allem vom Städtchen Meßkirch aus im Donautal größere Besitzungen verwaltete. Nach einem zwischenzeitlichen Verkauf im 18. Jahrhundert kam das malerische Schlösschen um 1830 wieder an die Fürstenberger zurück. Bis heute ist es im Familienbesitz des Hauses Fürstenberg und wird bewohnt. Deshalb ist es leider für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Gleichwohl ist es ein sehenswertes Highlight auf dieser Wanderung oberhalb des Donautals. Doch die Tour hat noch eine ganze Menge mehr zu bieten. So gibt es mehrere beeindruckende Aussichtsfelsen, wie den Echofels, den Glasträgerfelsen oder auch die Aussicht bei Schloss Hausen aus. Von letzterem sind nur noch Reste der Außenmauern zu finden, vor allem eine mächtige Giebelwand, die von der Aktionsgemeinschaft Ruinenschutz Donautal aufwändig restauriert wurde. Steil ragt sie über dem Ortsteil Hausen im Tal der Gemeinde Beuron empor und fällt schon vom Tal aus in den Blick. Schloss Hausen hat jedoch nie diese Bedeutung erfahren wie Schloss Werenwag, weshalb es das Schicksal vieler Burgen und Ruinen im Donautal teilt, die nach 1800 abgebrochen und zu großen Teilen abgetragen wurden. Ein Besuch lohnt sich auf der Wanderung allerdings allemal.

Donautalkenner schätzen diese Ausblicke ganz besonders, sind es doch nicht die sonst viel besuchten und altbekannten Ausblicke vom Eichfelsen, vom Bandfelsen oder etwa vom Knopfmacherfelsen. Die Tour bietet einfach Donautal pur, besonders im Herbst, wenn sich das Laub der Hangwälder allmählich färbt und das Tal in allen Farben schimmert.

Orientierung:
Der Weg ist an Wegkreuzungen (zum Teil) mit den grünen Richtungsweisern ausgeschildert. Als Markierungszeichen dient unterwegs der gelbe Kreis auf weißem Grund, der örtliche Rundwanderwege symbolisiert, zur Orientierung. Eine Karte kann unterwegs jedoch hilfreich sein.

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